LINDA Adventskalender im Dezember 2012

Bevor der Schlüssel rumgedreht wird, bleibt die Tür im Dezember noch bis zum Anschlag offen!

Nach schönen sieben Jahren an drei verschiedenen Orten St. Paulis ist der Dezember der letzte Monat unseres kleinen feinen Raumes, bevor wir erstmal eine Pause einlegen.

Und damit keiner sagen kann, wir hätten uns heimlich, still, leise, lustlos und ausgebrannt verabschiedet, gehen wir mit der Zeit und präsentieren einen Event der Oberklasse:
den @vent's-k-LINDA (sprich: Adventskalender)

Wie bei solch einem Kalender üblich, gibts jeden Tag was Neues bzw Tolles; mal eine Ausstellung, mal ein Film, mal ein Konzert. Dazu konstant Glühwein gegen die Kälte, Gespräche gegen das Schweigen und Musik gegen die Leute auf dem Kiez, die ab acht Uhr abends gerne ihre Ruhe hätten und damit symptomatisch sind für die Veränderung der Einwohnerschaft des einst so lebenswerten und toleranten St.Paulis.



PROGRAMM FÜR DEN DEZEMBER
– Beginn sofern nicht anders angegeben, jeweils 19:00 Uhr

Sa 01.12. „Verglühen mit Linda“

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So 02.12. G.Büttner & G.Büttner: "Charlotte & Objekte"
- Analog-Akustisches-Konzert -

Modularsynthesizer, Objekte, Lautsprecher

Gunnar Büttner (ex Helgoland) bildet zusammen mit Gavin M. Weiß das Duo Comati Music und Itamoc. Website: soundcloud.com/comatimusic

Gregory Büttner lebt und arbeitet als Musiker und Künstler in Hamburg.
Seit 2000 liegt sein Fokus im Bereich Klangkunst und Elektroakustische Komposition.
Website: www.gregorybuettner.de

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Mo 03.12. Gordon Müllenbach, Paul Zürker, Florian Breetzke „Nero Puppets“

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Di 04.12. Alex Solman „irgendwie so was in der art“

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Mi 05.12. Henriette Pogoda und Ulla Deventer „kurze Geschichten“

Henriette Pogoda * Spurensuche* Inszenierte Portraitfotografie
&
Ulla Deventer: Über das Portrait im Interieur. Fotografierte Konstellationen und Inszenierungen im Privatraum. [ www.ulladeventer.de ]

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Do 06.12. Paola Capelo „Mosaik to go“

Mosaik in Neon, Ameisen Invasion, tausende Stücke…

Weblinks: www.mosaiktogo.blogspot.com & www.facebook.com/AtelierE37

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Fr 07.12. Ansgar Hilbig „Mal wieder – Weltende“

Mal wieder Weltuntergang,
 
die Geschichte der Weltuntergänge die nicht stattfanden ist lang. Sie alle aufzuzählen und ihre Abläufe darzustellen, wäre eine Lebensaufgabe. Noch im letzten Jahr sollte die Erde in die Sonne stürzen, weil sich, bis auf die Erde, alle anderen Planeten auf der anderen Seite der Sonne befanden. Da wir eh alle sterben müssen, wäre dieser Tod vielleicht gar nicht so übel gewesen, dachte ich mir. Besser jedenfalls als irgendwann, als seniler Alter zu Tode gepflegt zu werden. Doch das "planetare Tauziehen" fand nicht statt. 
Und nun endet ein Kalender einer längst untergegangenen Kultur. Einer Kultur, die sich offensichtlich mit dem Verschwinden und Untergehen auskennt. Ist dies auch eine dieser unwahren Weltuntergangsprophezeiungen? 
 
Eine Gruppe unerschrockener Zeichner, Maler, Musiker und mehr, will sich nicht bange machen lassen. Obwohl damit gerechnet werden muss, dass die Welt am 07 Dezember 2012 tatsächlich untergehen wird. Mit einem letzten Fest, einer Ausstellung und einem Konzert werden wir und unsere Gäste dem Ende entgegen sehen, tanzen und taumeln. Alle sind eingeladen ein letztes Glas mit uns zu trinken. Prost.
Übrigens werden am Ende der Party alle Gäste von einem Ufo abgeholt, um als letzte Überlebende den Fortbestand der Menschheit zu gewähren.
 
Beste Grüße und bis denne - Ansgar Hilbi

Teilnehmer sind: Ansgar Hilbig, Mascha Lang, Thomas Wittek, Frau Mayer, Moritz Stetter, Till Felix, Olaf Zelewski – und Special Guest`s: Anthony´s Attic Musik

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Sa 08.12. 2. Semester FSG Freie Schule für Gestaltung „Bilderaerobic“

Rythmische Bewegungen und Gehirnverknotung zu anregender Musik
Das zweite Semester der freien Schule für Gestaltung zeigt ihre sportlichen Bilderrätsel
Special Drink: Rebus mit Schuss

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So 09.12. Nicole Sturz „Im Wasser sah ich eine Kuh“
Beginn 14:00 Uhr

gefleckt, gestreift, in punkten verbunden. am rande gehoben, in phantasien gewoben. ein spiel mit der taktik, dem du und dem ich, dem schräg gegenüber und dem drunter hervor. das alles ist nichts, nicht schwarz und nicht weiß, weiß bunt wie die nacht, gestreift und gefleckt gemacht.

Weblink: www.nicolesturz.eu

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Mo 10.12. S.O.S. St. Pauli & Hinrich Schultze
„St. Pauli Double Feature: Jetzt und damals.“

S.O.S. St. Pauli präsentiert großformatige großartige Fotos, die den Aktionismus derer dokumentieren, die den Stadtteil nicht den kaltherzigen Kackvögeln überlassen wollen. Limitierte Drucke können erworben und den Liebsten unter den Weihnachtsbaum gelegt werden.

Hinrich Schultze arbeitete vor 30 Jahren an der Ecke Seilerstraße/Hamburger Berg als Kellner. Der in St. Pauli lebende Fotograf zeigt Bilder aus einer Zeit, als Gentrifizierung noch Stadtsanierung hieß.

Weblinks: www.sos-stpauli.de & www.hinifoto.de

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Di 11.12. „Eine Halle für alle!“ Die Wunschproduktion und
die Alte Rindermarkthalle – St. Pauli macht seine Stadtplanung selbst.

Seit zweieinhalb Jahren steht die Alte Rindermarkthalle, der Ex-Real-Markt am Neuen Kamp leer. Erst wollten Stadt und Bezirk St. Pauli mit einem Entertainment-Center beglücken, jetzt soll es ein Riesen-Einkaufszentrum sein. "Bürgerbeteiligung" dabei? Null. Die Wunschproduktion hat in dieser Zeit - nach dem Vorbild von Park Fiction - eine eigene Planung von den Anwohner_innen, für die Anwohner_innen gemacht. Wie das geht und welche guten Ideen dabei entstanden sind, zeigt die Ausstellung. Und wir planen weiter - mit Euch.

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Mi 12.12. Tranquillium „Ist doch nur Licht“

Licht ist elektromagnetische Strahlung, die für den Menschen sichtbar ist.
Tranquillium aka Oliver Görnandt baut ein sich ständig veränderndes Geschichten-Carusel
im Raum.

[ www.Tranquillium.com ]

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Do 13.12. Gianna Schade, Christiane Bruhns „Dicht halten“
Beginn 18:00 Uhr

Beizend, stechend... der Geruch in der Nase.
Die Augen wach, unbekanntes Terrain.
Seit Jahren ist der Raum nicht mehr genutzt worden. Stand leer. Eine Ewigkeit.
Wer würde sich hier noch aufhalten wollen? Auch wenn die Not groß ist.
Eine Staubschicht legt sich über die Haut.
Der Juckreiz beginnt. Kontaminierte Räume, für den Abriss bereit.

Gianna Schade zeigt Aufnahmen aus dem Frappant/Forum-Komplex der Großen Bergstraße/Altona.
Die kalten und feuchten Räume wurden von 2005-2010 von Künstlern als Arbeitsfläche genutzt.
Die Polaroids wurden durch die extreme Kälte von -8° (im Gebäude) zerstört.
Ein funktionierendes Heizungssystem war nicht vorhanden.

[ www.giannaschade.de ]

+++

Von einem bestimmten Grad der Komplikation an, sagen wir, wenn eine Nadel in einem Heuhaufen verlorengegangen ist, oder ein Kind in einer allzu großen Landschaft, gibt es nicht mehr die Möglichkeit zu suchen. Wir müssen finden, blind im Dunkel. [Lars Gustafsson]

Christiane Bruhns zeigt Arbeiten, die sich bewegen zwischen Malerei, bildhauerischen Farbkörpern und farbigen Zeichnungen.

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Fr 14.12. Erniebert „Maskenball“

ging man in der guten alten zeit noch zu einem maskenball um unerkannt zu bleiben oder sich als jemand anders auszugeben, hat sich der akt der verstellung heutzutage zum herrschenden gesellschaftlichen paradigma entwickelt.

aus angst vor jeglicher form von abweichung verstellen wir uns morgens auf dem weg zur arbeit in der bahn, tagsueber gegenueber den kollegen und dem chef, daheim mit dem partner, ja selbst, und das kann ich wohl mit fug und recht behaupten, selbst unter freunden ist es heutzutage angebracht, sich bestmoeglich zu verstellen. sei es aufgrund von linientreue oder auch aus vorauseilendem gehorsam: es herrscht eine nur allzu verstaendliche panik vor der aalglatten sense der normierung, die immer und ueberall ueber unseren koepfen hin und her schwingt, nur darauf wartend jede art von abweichung wieder aufs rechte mass zurück zu schnibbeln.

fazit: die gesellschaftliche funktion der maske bzw das potential eine person mit einer temporaeren anonymitaet auszustatten, erlaubt uns heute, durch ihren gebrauch fuer einen moment den akt der verstellung aufgeben zu dürfen, um unser wahres ich an den tag (bzw in diesem falle wohl eher an die nacht, in der alle katzen ja angeblich / sprichwoertlich grau sind) zu legen.

eine moeglichkeit zu diesem ego-exzess gäbe es am FREITAG, DEN VIERZEHNTEN DEZEMBER AB NEUNZEHN UHR IN DER LINDA, denn an diesem tag lädt ERNIEBERT zu einem ganz besonderen MASKENBALL.

kommt alle vorbei, eine grosse auswahl an phantastischen masken erwarten euch, gerne dürft ihr aber auch eigene modelle mitbringen.

wir sehen uns am freitag - aber wir erkennen uns nicht!

Präsentiert von Intro und www.nichtnachdenken.de

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Sa 15.12. Andreas Michalke „Swing Comics mit Musik“

"Swing Comics" sind Comics über das Swing tanzen. Die selbsterlebten Erfahrungen bilden die Grundlage für kleine Geschichten, in denen es um die schwierigen ersten Tanzschritte, Konflikte mit der anspruchsvollen Partnerin und die allererste richtige Tanzparty geht.
Die Entstehungsgeschichte des Begriffs "Lindy Hop" wird ebenfalls in Comicform erzählt.

Weblinks
zur Veranstaltung
auf Facebook
zu Andreas Michalke auf Wikipedia

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So 16.12. Gregor Weinmann „In Grisaille und Farbe“
Beginn 16:00 Uhr

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Mo 17.12. Vanessa Diehl „Stillleben.Fotografie“
Beginn 18:00 Uhr

Wie weit diese Vorstellung von der Präsentation des Objekts als Ware bereits in der Fotografie genutzt wurde, verdeutlichen in geradezu bizarrer Weise die Aufnahmen der Konditoreiwaren: Hier bringt der anonyme Fotograf einem größeren Publikum jene Höchstleistungen der Patisserie nahe, die in ihren cremegeformten Bezügen zu Flora und Fauna, zu ihren dekorativen Attitüden Kunstfertigkeit und prämierte Konditoreiwaren zusammenbringen.

Weblink: www.objectrelations.net

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Di 18.12. Anne Fritsch „Schoki“
16 - 22 Uhr

wir lieben sie doch alle.

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Mi 19.12. ITS OKAY TO HANG AROUND / filme gegen vollbeschäftigung

film: THE LARS PICTURE SHOW (USA 1971, OmdtU)
wann: MITTWOCH, 19.12.2012 / einlass ab 20.30 uhr / beginn PÜNKTLICH um 21 uhr
wo: GALERIE LINDA, seilerstrasse 36
nächster film: PUSTEKUCHEN

planlos in einer kleinstadt rumhaengen, das gefuehl perspektiverloser enge, kein glueck mit dem anderen geschlecht. einzige lichtblicke: der kinobesitzer sam als väterlicher freund und dessen filme als auf zelluloid gebannter trost und zeitvertreib. doch dann stirbt sam und mit ihm das kino.
ein klassiker aus der rubrik hollywood schreibt die schönsten geschichten. ich kenne den film garnicht, bin aber aus eigenen biographischen gründen gespannt wie ein flitzebogen, wie das leben nach dem ende des kinos weitergeht. wer mitschauen will, ist hiermit herzlichst und auf eine dose gratisprosecco eingeladen.

its okay to hang around - schoen wars / vorbei ists

Das Kleingeschriebene:
In den 90er Jahren nannte man sie Slacker oder Generation X: Junge Menschen, die sich ohne Antrieb, Ziele oder Ideale durchs Leben treiben lassen, Arbeit meiden und bestenfalls das machen, was ihnen Spass macht.
Und so schön es sich auch in den Zeiten von Globalisierung und Massenarbeitslosigkeit abhängen lässt, der Typus des eher langweiligen Antihelden geistert bereits seit den 60er Jahren durch verschiedene Filme, die aber aufgrund ihrer eher unaufgeregten Inhalte oft zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind.
Die Filmreihe IT'S OKAY TO HANG AROUND möchte einige dieser Filme in 14 tägigem Abstand präsentieren um damit die Idee eines richtigen Leben im falschen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Darüber hinaus werden aus Motivationsgründen Dokumentationen präsentiert, die sich mit Widerstand als auch dem Do-It-Yourself Gedanken auseinandersetzen und die Möglichkeiten eigener Kreativität und Spontanität, gerade auch im Bereich der Punk-Bewegung, aufzeigen.

Privatveranstaltung / Einlass ist immer ab 20.30 Uhr / Beginn um 21 Uhr

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Do 20.12. Brook, Frahm, Hommer, Lenzin "WG Party"

In Wohngemeinschaften gibt es immerzu Zoff. Mal hat jemand seine Haare nicht aus dem Zimmer geräumt, dann liegen auf der Herdplatte die schmutzigen Socken. Vor allem: ständig will man eine WG-Party machen, aber nie hat man Zeit.
Wir feiern unsere WG-Party deshalb in der Galerie Linda. Dazu bringen wir auch Kunst mit und freuen uns im Besonderen auf Besucher, die nicht zum ersten Mal ihre Füsse unter unseren Tisch stellen.

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Fr 21.12. diceindustries / JAJAJA „still stills between“

JAJAJA photopretiert Collagen von diceindustries und andersrum auch.

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Sa 22.12. Jonas Kolenc's Fotoladen

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So 23.12. Gerstenberg, Grieß, Heid „Was weiss ich schwarz“

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Mo 24.12. Britta Huntemann „zu Ende“

zu Ende - vor dem Nichts - in die Leere
Installation und Kartoffelsalat

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Öffnungszeiten:
An jedem Tag im Dezember von 19:00 bis 00:00 Uhr
Einzelne Ausstellungen beginnen früher (jeweils angegeben)

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